Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) und Fenster

Was Sie beachten müssen

Die Energieeinsparverordnung ist seit 01.02.2002 gültig. Sie fasst die alte Wärmeschutzverordnung von 1995 und die Heizungsanlagenverordnung zusammen. Die EnEV gilt insbesondere für Neubauten und stellt höhere Anforderungen als die bisherigen Regelungen.

Es gibt nur eine Welt... Industrie und Privathaushalte – Klimaschutz geht uns alle an!

Die Ziele sind klar abgesteckt. Bereits 1997 haben die Vereinten Nationen im Kyoto-Protokoll vereinbart, den jährlichen Treibhausgas-Ausstoß zu reduzieren. Die Bundesregierung strebt, bezogen auf das Jahr 1990, eine Reduzierung um 40% bis zum Jahr 2020 an.

Ein Blick auf die absoluten Zahlen der C02-Emissionen in Deutschland beweist:
Mit ca. 15 % der Gesamt-emissionen bilden private Haushalte derzeit nach Energie-wirtschaft und Verkehr den drittgrößten Posten*. Schaut man sich die Hauptenergie-fresser näher an, rücken ältere Gebäude in den Fokus, die einen weitaus größeren negativen Beitrag zur Klimabilanz leisten, als man vielleicht vermutet.

* Umweltbundesamt (Hrsg.) 2007: Klimaschutz in Deutschland

Mit der Energieeinsparverordnung (EnEV 2009) hat Deutschland klar definiert, wo und wie in unseren Häusern und Wohnungen kostbare Energie gespart werden kann. Ein Grund mehr, sich die Inhalte und Folgen der neuen EnEV mit Fokus auf das Sanieren und Modernisieren genauer anzuschauen.

Der Bedarf im Bereich der Gebäude- und Wohnungsmoderni sierungen, aber auch der Instandsetzungs- leistungen wird allein in Deutschland auf 100 Milliarden Euro geschätzt – Tendenz steigend. Eine Begutachtung des Baubestandes hat ergeben, dass 60 % der Fenstereinheiten sanierungsbedürftig sind und deren Erneuerung gewaltiges Einsparpotential birgt.

Die zwei Hauptanforderungen (EnEV 2009)

  1. Reduzierung des Jahresprimärenergiebedarfs

    Als Primärenergiebedarf wird nicht nur die für das geplante Gebäude notwendige Heizenergie berücksichtigt, sondern auch die Verluste bei der Erzeugung, dem Transport und der Umwandlung des Energieträgers und auch die zu erwartenden Wärmegewinne also genau das, was CO2-Ausstoß verursacht.

    Für Ihr Bauvorhaben wird der maximal zulässigePrimärenergiebedarf anhand eines nach Ihren Plänen erstellten Referenzgebäudes – ausgestattet mit modernen, energieeffizienten Baumaterialien – errechnet. Das von Ihnen später realisierte Bauvorhaben darf diesen so ermittelten Primärenergieverbrauch nicht überschreiten. Umgerechnet auf einen Quadratmeter Wohnfläche bedeutet dies für ein durchschnittliches Einfamilienhaus einen Wert von ca. 100 kWh/m² pro Jahr. Dies bedeutet eine Verschärfung der Anforderungen um ungefähr 30% gegenüber der EnEV 2007.

    Nur zum Vergleich: Ein in den 50er Jahren errichtetes, energetisch unsaniertes, Einfamilienhaus liegt bei einem Heizenergiebedarf pro Quadratmeter von ca. 400 kWh pro Jahr. Damit Sie bemessen können, was diese Einsparung bedeutet: 10 kWh = 1 Liter Heizöl oder 1 m³ Erdgas oder 2 kg Holz.

    Wenn ein neu saniertes Gebäude also 300 kWh pro Jahr und Quadratmeter einspart, entspricht das einer Ersparnis von 30 Liter Heizöl pro Quadratmeter und Jahr, also 3.000 Litern für ein Haus mit 100 m² beheizter Fläche – zurzeit eine jährliche Einsparung von ca. 2.000 Euro.

  2. Verringerung der Transmissionswärmeverluste

    Schlaue Bürger könnten darauf kommen, dass eine verbesserte Dämmung der Gebäudehülle nicht mehr notwendig ist, wenn sie nur genug Heizenergie aus erneuerbaren Energien (z.B. Solaranlagen) zuführen und somit wenig CO2-Ausstoß verursachen. Um das zu verhindern und sicherzustellen, dass auch die Wärmeverluste durch die Gebäudehülle immer auf ein vernünftiges Maß begrenzt werden, stellt die EnEV 2009 – unabhängig vom Primärenergiebedarf – zusätzliche Anforderungen an die Dämmung der gesamten Gebäudeaußenhaut. Einige der in der EnEV 2009 für das Referenzgebäude vorgeschriebenen Werte sind in der Grafik links dargestellt. Im Einzelfall dürfen einzelne Bauteile schlechte Werte aufweisen, wenn dafür andere Bauteile für einen Ausgleich sorgen.

    Regelungen für die Sanierung im Bestand

    Streng genommen dürften unter den oben genannten Anforderungen in bestehenden Gebäuden keine Einzelmaßnahmen (z.B. Erneuerung des Daches oder neue Fenster) mehr durchgeführt werden, weil die so verbesserten Gebäude allein durch diese Einzelmaßnahme die strengen Anforderungen noch nicht erfüllen können. Es musste also eine Lösung für schrittweise Sanierungen gefunden werden. Die EnEV gibt für Sanierungen im Bestand zwei Lösungsmöglichkeiten vor:
    a) Die ausgetauschten Bauteile müssen gewisse, in der EnEV 2009 aufgeführte Mindestwerte erreichen (z.B. Fenster mit Wärmedurchgangskoeffizient kleiner/gleich 1,3 W/m²K).
    b) Das durch die Einzelmaßnahme energetisch verbesserte Gebäude darf die oben beschriebenen Höchstwerte an Primärenergiebedarf und Transmissionswärmeverlust um nicht mehr als 40 % überschreiten.

    Rechtliche Bedeutung

    Die EnEV 2009 ist eine Verordnung mit Gesetzesrang. Für ihre Einhaltung haften der Bauherr und die am BauMitwirkenden. Die Einhaltung wird kontrolliert. Bei Nichterfüllung der Anforderungen können Bußgelder bis zu 50.000 Euro verhängt werden.

    Sie sehen, das Einsparen von Energie ist eine sehr komplexe Materie, die einen Fachmann erfordert

Wärmedämmung mit System

Je besser die Einheit von Glas und Rahmen, desto geringer der Wärmeverlust

Nach der neuen Energieeinsparverordnung gibt es einen Richtwert für Fenster von 1,3 W/m²K. Bei  Einzelmaßnahmen ohne Nachweis des Primärenergiebedarfs und der spezifischen Transmissionswärmeverluste darf dieser Wert nicht überschritten werden. Es ist das optimale Zusammenspiel von Verglasung, Dichtung und Profil, das ein energieeffizientes Fenster zu einem PaX-Energiesparfenster macht. Um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen, setzt PaX bei den Energiesparfenstern auf eine dreifache Wärmeschutzverglasung. Der als so genannte „Warme Kante“ bezeichnete Scheibenverbund (also die Verbindung von Glas und Rahmen durch einen umlaufenden Abstandhalter). Zwei umlaufende Dichtungen vermeiden Energieverlust durch Zugluft und machen das System komplett.

So setzt sich der Uw-Wert Ihres Fensters zusammen:

Der U-Wert ist ein Maß für den Wärmedurch- gang durch ein mehrschichtiges Bauteil (z. B. durch ein Fenster) und wird in W/m²K angegeben, d. h. pro 1 °C Temperaturdifferenz zwischen innen und außen. Er setzt sich zusammen aus dem Wärmedurchgangskoeffizienten von Rahmen (Uf), Verglasung (Ug) und Scheibenverbund (Psi). Der Psi-Wert wird pro laufendem Meter Glasverbund berücksichtigt. Die Wärme-dämmung für Rahmen und Glas gehen entsprechend ihrem Flächenanteil in die Berechnung ein.

Übrigens: Was für das Fenster der Uw-Wert ist, ist für die Haustür der UD-Wert

Doch Achtung: Ug-Wert ist nicht gleich Uw-Wert. Schauen Sie deshalb genau hin. Wie viel Wärme wirklich durch ein Fenster verloren geht, bestimmt der Uw-Wert. Dies wird bei einigen Anbietern oft irreführend dargestellt, weil der in der Regel kleinere Ug-Wert besser ist als der Uw-Wert.

Energiesparfenster von PaX liegen mit einem Uw-Wert von 0,9 W/m2K bei PaXpremium und PaXclassic (Holzfenster) und PaXoptima (Holz-Aluminium-Fenster) klar unter der von der EnEV geforderten Norm. Unser Kunststoff-Fenster PaXabsolut erreicht sogar einen Wert von 0,8 W/m2K.

Hier steckt viel Energie drin!

Unser Glas lässt viel Sonnenwärme durch, aber nur wenig Heizungswärme – und das ist gut so

Mit der Messung des U-Wertes wird der Wärmeverlust von innen nach außen bestimmt – und zwar pro Quadratmeter bei 1 °C Temperaturunterschied. Leitfähige Werkstoffe, wie Metalle, haben einen ungünstigeren, d. h. höheren U-Wert als weniger wärmeleitfähige Werkstoffe, wie zum Beispiel Holz. Dabei spielen die Durchlässigkeit des Glases und deren Nutzung eine besondere Rolle. Das Glas ist mit einer speziellen Beschichtung versehen. Sie wirkt asymmetrisch, lässt kurzwellige Strahlen von außen durch und sorgt dafür, dass die langwelligen Strahlen im Raum bleiben. Der g-Wert gibt die Durchlässigkeit von Sonnenenergie durch ein Isolierglas an (g=gain). Je höher er ist, desto mehr Sonnenenergie dringt in den Raum.

Das Glas lässt Sonnenstrahlen in hohem Maß in den Raum – Heizungswärme kann dagegen nur minimal nach außen entweichen

Die Normgrößen sind entscheidend!

Wir haben oben gesehen, dass der Flächenanteil von Rahmen und Glas in die Uw-Wert-Berechnung für ein Fenster einfließt. Streng genommen heißt das: Fenster mit verschiedenen Maßen haben auch unterschiedliche Uw-Werte. Um dem Bauherrn diesen enormen Rechenaufwand zu ersparen, wird der Uw-Wert – wie auch schon bei der CE-Kennzeichnung üblich – auf eine Normfenstergröße bezogen. Für normale Fenstergrößen wird das Maß 1,23 m x 1,48 m als Bezugsbasis verwendet. Dies erleichtert die Vergleichbarkeit der unterschiedlichen Fenstersysteme. Diese Vorgehensweise wird auch von der KfW-Förderbank anerkannt.

Die EnEV 2009 zum Thema Fenster

Der Gesamtwert entscheidet – viel Flexibilität beim Neubau

Grundsätzlich gilt: Beim Neubau von Wohngebäuden müssen sowohl die Anforderungen an die energetische Qualität der Gebäudehülle als auch die Anforderungen an den Höchstwert des Primärenergiebedarfs eingehalten werden. Da ein Neubau in der Regel komplett geplant wird, können die Grenzwerte für das Gebäude auf konkrete Anforderungen an Fenster, Außenwand und Heizung verteilt werden. So wird sichergestellt, dass alle Komponenten Ihres neuen Hauses perfekt zueinander passen und miteinander harmonieren. Da „nur“ der Gesamtwert zählt, gleichen sich die Werte der einzelnen Bestandteile aus. Das heißt: Wer sich bei den Fenstern für weit bessere Werte als gefordert entscheidet, der kann die EnEV 2009 z.B. bei der kostenintensiven Dämmung der Wände etwas salopper sehen.

Für einen Neubau mit einem Jahresprimärenergiebedarf von 90 kWh/m2 können die Einzelwerte von Fenstern, Haustüren, Dach und Boden in der Addition gewertet werden. Ein Wert kann einen anderen Wert dabei ausgleichen.

Beim Altbau gilt – die Norm entscheidet, was der Energieausweis verspricht

Bei der Sanierung Ihrer Immobilie können Sie sich an die maximal zulässigen Bauteilwerte der EnEV 2009 halten. Damit sind Sie ohne weiteren bürokratischen Aufwand auf der sicheren Seite. Während es bei Neubauten keine Nachweispflicht für Einzelteile gibt, macht sich bei der Altbausanierung die klare Orientierung an der EnEV 2009 sowohl auf der Energiekostenabrechnung als auch im Energieausweis bezahlt. Alternativ ist es möglich, genau wie im Neubau, alle Einzelkomponenten genau zu berechnen.

Weil bei Altbauten manche Dinge einfach nicht mehr zu ändern sind, gilt für diese Gebäude ein um 40% verringertes Anforderungsniveau gegenüber dem Neubau.

Laut EnEV 2009 muss jeder Altbaubesitzer, der sein Haus verkaufen oder vermieten will, einen Energieausweis vorweisen können. Wer die Chance nutzt und seine „Energieverschwender“ auf Vordermann bringt, sichert sich in Zeiten hoher Energiepreise nicht nur die Aufmerksamkeit von Mietern oder Käufern, sondern auch die Zukunftssicherheit seines Vermögens.

Die Haustür zur EnEV 2009

Den schönsten Seiten der Wärmedämmung Tür und Tor öffnen

Energie sparen kann man nur mit System. Zu guten Fenstern gehören auch gute Haustüren, die die Anforderungen der EnEV weit übertreffen. Ihre Energiespartür gibt es jetzt in den Rahmenmaterialien Holz, Kunststoff und Aluminium zum attraktiven Aktionspreis.

Unsere Holztüren zeichnen sich aus durch das besonders massive PaXpremium Rahmensystem mit einer Bautiefe von 78mm, ein 78 mm dickes und gut wärmegedämmtes Vollblatt und eine Isolierverglasung (4 mm | 16 mm | 4 mm) mit „Warmer Kante“ und einem UD-Wert von 1,0 W/m2K. Bitte beachten Sie: Alle UD-Werte gelten für das Normprüfmaß 1,23 m x 2,18 m.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.enev.de (Zentrum für Umweltbewusstes Bauen e. V.)

(weiterer Text folgt -EnEV Booklet 2010.pdf)

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